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Courage von Greg Zgliński
Im Verleih (Schweiz, Deutschland und Liechtenstein) bei Cinélibre:

Courage (Wymyk)

von Greg Zgliński
"Der beste neue Schweizer Film ist polnisch" (Tages-Anzeiger)
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Courage :


Alfred und Jurek sind Brüder, die ein Kabelfernseh-Unternehmen betreiben. Eines Tages nehmen die beiden den Zug und werden dort Zeugen, wie eine Gruppe von Hooligans eine junge Frau bedrängt. Jurek will sie beschützen, Alfred jedoch erstarrt vor Angst. Er sieht, wie sein jüngerer Bruder angegriffen wird. Jurek liegt im Spital und kämpft um sein Leben. Alfred ist tief beschämt und voller Kummer. Gegenüber seinen Eltern, seiner Frau und seinen Angestellten jedoch gibt sich Alfred als Held, der bewusstlos geschlagen wurde und seinem Bruder nicht helfen konnte. Kurz darauf taucht online ein Handy-Video auf, in dem die Ereignisse festgehalten sind.



Medienecho
Zglińskis Film könnte der Epilog zu Krzysztof Kieślowskis „Dekalog” sein. Er wirft Fragen zu Mut und Feigheit, zu Lüge und zum Preis auf, den Wahrheit hat. Der Film zeigt die Komplexität menschlicher Beweggründe und Entscheidungen. Es sind nicht nur die Fragen zur Moral und zur Rolle des Zufalls, die an das Kino von Kieślowski er­innern. Zgliński schafft es wie sein Vorgänger, eine universelle Geschichte zu erzählen und diese stark in lokalen Realitäten zu verankern.
Barbara Hollender, Rzeczpospolita

"Entscheidend ist, dass Zgliński eine ungeheure Sorgfalt verwendet auf die Figurenzeichnung. Und dass seine Schauspieler eine unaufgeregte Selbstverständlichkeit an den Tag legen, die fasziniert. Wirklich packend sind dann aber die Details und ihre Verschränkung. Die Rivalität zwischen den Brüdern wird erst graduell spürbar, und was dann passiert, ist dermassen zerstörerisch, dass es eine wahrhaft biblische Wucht bekommt, einen Hauch von Kain und Abel, der, ohne Pathos, in einen Zustand führt, wo jeder Blick und jede Geste monumentale Bedeutung bekommt."
Michael Sennhauser, sennhausersfilmblog.ch

Als einer der fähigsten Studenten von Kieślowski bietet Zgliński seinem Protagonisten die Gelegenheit zur Erlösung. Kann er dies erreichen, ohne an sich zu glauben? Ist auch er ein Opfer? Seit Kieślowskis „Ein kurzer Film über das Töten” habe ich keinen derart scharfsinnigen Film zu diesem Thema gesehen. An einen Klassiker von Hitchcock erinnernd, ereignen sich in „Courage” Zwischenfälle, die zur treibenden Kraft eines Menschen Verhängnis gerinnen.
Tadeusz Sobolewski, Gazeta Wyborcza

Zglinski inszeniert leise und zurückhaltend, verzichtet auf große Szenen und drückt mehr in Blicken und Gesten als in Worten aus. In der konsequenten Handlungsführung, der sorgfältigen Verankerung der Geschichte in einem in kalte Farben getauchten polnischen Alltag und der Fokussierung auf den von Robert Wiekiewicz eindrücklich gespielten Alfred entwickelt sich «Courage» aber zu einem meisterhaften Drama über verschiedene Arten von Mut, um Tollkühnheit und Zivilcourage, aber auch um den Mut, den es braucht sich eine Schwäche und Schuld selbst einzugestehen.
Walter Gasperi, kultur-online.net

Aus Warschau gebürtig, in Aarau aufgewachsen, führt Greg Zglinski ein bewegliches, sogar unstetes Berufsleben. "Tout un hiver sans feu" entstand 2005 in den verschneiten, windigen Höhen des Jura und war einer der auffälligsten Schweizer Kinofilme seit der Jahrtausendwende. "Courage" wiederum mutet gerade deswegen so polnisch an, weil er vom mehrdeutigen Thema wie vom lakonischen Stil her freimütig den Einfluss von Krzysztof Kieslowski zu erkennen gibt. Da eine Herkunft, dort eine Tradition und dann immer mitten drin im Überall und Nirgendwo: es sind derlei mehrfach gekreuzte Biografien, die oftmals die originellsten Filmemacher zeitigen.
Pierre Lachat, Filmbulletin - Artikel von Pierre Lachat als pdf


Greg Zgliński über seinen Film
"Mich interessierte das Thema Feigheit und die damit verbundenen Schuldgefühle. Wir alle haben in gewissen Situationen feige reagiert. Nicht weil wir schlecht wären, sondern weil wir schwach sind. Wir - insbesondere Männer - neigen dazu, unsere Schwäche zu verstecken, aber Schwäche gehört zur Natur des Menschen. Ich versuche stets, meine Figuren als vielschichtige Menschen darzustellen. Mich interessiert, was sie in extremen Situationen machen. Oft reagieren sie entgegen ihren Überzeugungen und versuchen, davor zu fliehen, Verantwortung zu übernehmen. Sie verteidigen sich mit allen Mitteln bis sie gezwungen sind, ihre Alltagsmaske abzulegen. Damit bewahren sie das, was sich als das Wichtigste herausstellt: die Liebe. "

Stabsangaben
Regie: Greg Zgliński. Drehbuch: Janusz Margański, Greg Zgliński. Kamera: Witold Płóciennik. Schnitt: Leszek Starzyński. Musik: Jacek Grudzień, Mariusz Ziemba. Mit: Robert Więckiewicz, Łukasz Simlat, Gabriela Muskała, Marian Dziędziel, Anna Tomaszewska u.a. Produktion: Opus Film, Łódź (Łukasz Dzięcioł, Piotr Dzięcioł), Polen, 2011, 85 Min., Full HD Blu-Ray mit deutschen / französischen Untertiteln.
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Für Terminreservationen bitte die Geschäftsstelle von Cinélibre | cinelibre@gmx.ch kontaktieren.


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Aktualisiert 21.11.2017