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«Into Eternity»
Im Verleih (Schweiz, Liechtenstein und Deutschland) bei Cinélibre:

Into Eternity

Bis in alle Ewigkeit
von Michael Madsen (Grand Prix Visions du Réel 2010)
"Ein fesselnder Dokumentarfilm. So gespenstisch wie die Eröffnungssequenz von "2001 - A Space Odyssey" (Nigel Andrews, Financial Times)
"Ein Dokumentarfilm in Science Fiction-Manier. Erschreckend schön in Bild und Ton, fast opernhaft. Berauschend. Ein grandios inszenierter Film über das strahlende Erbe unserer Zeit." (kulturplatz, Schweizer Fernsehen) > Zum Beitrag in kulturplatz
In Finnland wird das weltweit erste Endlager für radioaktiven Atommüll in den Fels getrieben: Ein riesiger Komplex aus Tunneln, der 100‘000 Jahre zu überdauern hat. Denn radioaktiver Abfall muss mindestens 100‘000 Jahre von jedem lebenden Organismus ferngehalten werden. Der Tunnelkomplex trägt den Namen Onkalo, was Versteck heisst. Ist Onkalo einmal mit Atommüll gefüllt, wird der Tunnelkomplex versiegelt und nie mehr geöffnet - so hoffen wir wenigstens.
Wer aber kann das garantieren? Wie können wir sicher stellen, dass kommende Generationen unsere Warnungen verstehen und Onkalo unangetastet lassen? Wie können wir wissen, welche Sprachen und Zeichen die Menschen in den nächsten 100‘000 Jahren verstehen werden? Wie können wir sicher sein, dass Onkalo jeder erdenklichen Katastrophe - ob von Menschenhand oder von Naturkräften verursacht - standhalten wird?
Onkalo ist nur die Spitze des Eisbergs. Noch nie hat ein Film derart erhellend gezeigt, was die Bewahrung unserer Umwelt in philosophischer Hinsicht bedeutet.

Into Eternity .

Weitere Städte folgen!

Die Problematik der sicheren Entsorgung von radioaktiven Abfällen ist eine von jahrtausendlanger Verantwortung. Auch wenn heute ein Verfahren gefunden worden ist, das den todbringenden Müll für unser Jahrhundert sicher verschliesst, welche Bedrohung wird dieses Erbe in einigen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden für unsere Nachfahren innehaben ? Welche Katastrophe droht der Menschheit, wenn sie glaubt, in den Endlagern einen wertvollen Schatz oder ein religiöses Grab gefunden zu haben und das Versiegelte öffnet? Soll die lauernde Gefahr über Jahrtausende an die Generationen weiterkommuniziert oder lieber still und heimlich der Vergessenheit überlassen werden?
Diesen Fragen geht der Regisseur Michael Madsen in seinem neuen Film anhand der Erkundung des ersten permanenten Endlagers Onkalo in Finnland und der Befragung diverser Spezialisten nach. Hierzu entwirft er ein packendes Szenario aus schwebenden Kamerabewegungen, welche mit Musik von Kraftwerk oder dramatischen Operngesängen unterlegt die Arbeiter und Maschinen im Endlager wie aus fernen Welten erscheinen lassen, sowie Ansichten von verschneiten Wäldern, auf denen die Erde bereits verloren und verlassen erscheint. Allein die geordneten Interviews, klassisch im Gegenüber zum Fragen stellenden Regisseur, geben optisch Halt, und die Worte der Befragten ein wenig Zuversicht angesichts der evozierten Zukunftsszenarien in "Into Eternity".
Derart formal eingekreist, glaubt sich der Zuschauer mal in einem Science-Fiction-Film der 1990er Jahre, mal in einem Thriller, einer modernen Operninszenierung oder eben in einem akut aktuellen Dokumentarfilm wiederzufinden. Diese Stilvielfalt bei der Annäherung an das Sujet macht neben dessen Bedeutsamkeit die ausnehmende Qualität dieses Films aus, denn in dieser Weise wird der Film auch auf formaler Ebene der Bedeutungstiefe seines Sujets gerecht. So orientierungslos, wie wir uns in dem immensen, unterirdischen Labyrinth zusammen mit der Kamera fühlen, derart ungewiss stehen wir der Zukunft bezüglich unserer atomaren Hinterlassenschaft in Wahrheit gegenüber. Wir schreiben heute ein tödliches Testament, welches ewig in unserer Verantwortung liegen wird.
Quelle: Katalog Visions du Réel 2010



Director’s note
"I am interested in the areas of documentary filmmaking where additional reality is created. By this I mean, that I do not think reality constitutes a fixed entity which accordingly can be documented – revealed - in this or that respect. Instead, I suspect reality to be dependent on and susceptible to the nature of it’s interpretation. I am in other words interested in the potentials and requirements of how reality can be – and is – interpreted.
The Onkalo project of creating the worlds first final nuclear waste facility capable of lasting at least 100 000 years, transgresses both in construction and on a philosophical level all previous human endeavours. It represents something new. And as such I suspect it to be emblematic of our time – and it a strange way out of time, a unique vantagepoint for any documentary."
Michael Madsen, December 2009

Medienecho
"Mit „Into Eternity“ hat Madsen eine Science-Fiction-Oper geschaffen, die brillant wissenschaftliche Analyse und filmisch-musikalische Inszenierung verbindet. Ohne aus dem Thema politisch Kapital zu schlagen, stellt er die Atomenergie, ihre potentielle Zerstörungskraft und die Hypothek des radioaktiven Abfalls in einen kulturhistorischen Zusammenhang. Ein brennendes Zündholz in der Hand, tritt er in den Kavernen von Onkolo selber vor die Kamera und ruft, ein Erzähler und Mahner zugleich, die Menschheitsgeschichte in Erinnerung, deren Alter sich im Vergleich mit der Halbwertszeit der Brennstäbe winzig klein ausnimmt. Wo frühere Generationen in Jahrzehnte dauernder Arbeit (gotische) Sakralbauten in den Himmel wachsen liessen, setzt sich die moderne Gesellschaft mit der Verbunkerung des tödlich wirkenden Nuklearabfalls ein Denkmal. Das Stollensystem wird zur Metapher einer Reise ins faustische Dunkel." Nicole Hess, DU

"Le documentariste danois filme des explosions souterraines qui résonnent gravement et se prolongent, terrifiantes, en épaisses volutes de poussière. Des mélopées étranges (Kraftwerk, Sibelius, Phil Glass, Arvo Pärt…) résonnent dans les catacombes de l’énergie nucléaire. Au finale de cet opéra des profondeurs abominables, une silhouette en combinaison tire un lourd rideau et pénètre plus avant dans le ventre de la terre. Des visions mythologiques se superposent aux images d’Into Eternity. On pense aux dragons endormis des légendes. (...)
Grand Prix à Visions du réel en 2010, Into Eternity se voit aujourd’hui avec un effroi avivé par la catastrophe de Fukushima."
Antoine Duplan, Le Temps

"Nicht zuletzt ist „Into Eternity“ aber implizit auch eine Meditation über Zeit, über die prekäre Position und die Hybris des Menschen angesichts der unvorstellbaren Zeiträume. Madsen adressiert aus dem Dunkel eines Stollens heraus immer mal wieder ein imaginäres Du, den Zuschauer? einen Nachfahren? Am Ende animiert er die Experten dazu, sich direkt an die Person zu richten, die in der fernen Zukunft auf Onkalo stösst. Es schliesst sich ein Kreis, der Dialog zwischen uns und einer Zukunft, über die wir nichts wissen und der wir diese immerwährende Hinterlassenschaft überantworten, bleibt offen. Im Schlussbild überlagert sich das Jetzt und eine imaginäre Zukunft: in einem Stollen wie auf einer Bühne öffnen Arbeiter in Zeitlupe einen riesigen Vorhang und treten hindurch in eine flimmernde kobaltblaue Unendlichkeit. (...) Madsen findet aussergewöhnliche Formen, um das Thema von brennender Aktualität auszuloten. (...) Die Musik – von Kraftwerk bis Sibelius – akzentuiert und kommentiert mal ironisch mal melancholisch einzelne Sequenzen." Josef Stutzer, Filmbulletin

"Ähnlich wie die Informationsplaketten der Pioneer-Sonden richtet sich «Into Eternity» an ein zukünftiges Publikum – ein effzienter Trick, mit dem Madsen die Wissenschaftler zum Spekulieren anregt und sie die tiefere Bedeutung ihres Unterfangens hinterfragen lässt. In unterkühlten, an Kubricks «2001: A Space Odyssey» erinnernden Ton- und Bildkulissen führt Madsen das kontroverse Thema Atomenergie weit weg von jeglichem Wahlkampfgetöse und stellt einfache Fragen, nach Machbarkeit, Sinn und Verantwortung." Hannes Nüsseler, Basler Zeitung

"Jaw-dropping! Tackles a subject almost beyond comprehension. One of the most extraordinary factual films to be shown this year. Madsen’s film does not merely ask tough questions about the implications of nuclear energy...but about how we, as a race, conceive our own future. This is nothing less than post-human architecture we are talking about. Why isn’t every government, every philosopher, every theologian, everywhere in the world discussing Onkalo and its implications? I don’t know, but they should see this film." Peter Bradshaw, Guardian

"Intelligent, visually striking! An eerie, provocative, poetic film." Philip French, Observer

Stabsangaben
Regie: Michael Madsen
Kamera: Heikki Färm
Ton: Nicolai Linck, Oeivind Weingaarde, Tomas Arwe
Schnitt: Daniel Dencik, Stefan Sundlöf
Musik: Kraftwerk, Jean Sibelius, Philip Glass, Wilhelm Killmayer, Arvo Pärt, Edgard Varèse, Karsten Fundal
Produktion: Magic Hour Films, Lise Lense-Moller. In Koproduktion mit Atmo Film, YLE Finland, SVT Sweden
Dänemark / Finnland 2009, 75 Min., Blu-Ray Full HD mit deutschen Untertiteln
Suisa-Nummer: 1008.489

Festivalpreise: Grand Prix Visions du Réel 2010, Publikumspreis am CPH:DOX Festival Kopenhagen 2009, IDFA Amsterdam Documentary Film Festival (Green Screen Award) 2010 und viele mehr.
Für Terminreservationen bitte die Geschäftsstelle von Cinélibre | cinelibre@gmx.ch kontaktieren.


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Internetsite zum Film: www.intoeternitythemovie.com

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Aktualisiert 01.11.2016